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Fett ist lebensnotwendig!

Fett ist ein Energie- und Geschmacksträger für den menschlichen Körper. Ohne Fett gäbe es keine Zell- oder Hormonbildung und die Aufnahme von den fettlöslichen Vitaminen A, D, E und K wäre unmöglich, da der Transport nur über diesen Nährstoff möglich ist.

Das bedeutet zwangsläufig nicht, dass Fett Hauptenergieträger in der Ernährung sein soll. Denn der  Energiegehalt von 1 Gramm Nahrungsfett beträgt 9,3 kcal und ist somit doppelt so hoch, wie Eiweiß und Kohlenhydrate.

Bei einer ausgewogenen Ernährung beträgt der Fettanteil 30% der Gesamtkalorien.

Aber, Fett ist nicht gleich Fett!

Man unterscheidet zwischen gesättigten und ungesättigten Fettsäuren.

Gesättigte Fettsäuren aus tierischer Nahrung gelten als Riskiofaktor für Herz-Kreislauferkrankungen und sind maßgeblich an der Entstehung von Diabets Typ 2 beteiligt. Deshalb sollte der Anteil von gesättigten Fettsäuren nicht mehr als 10% des Gesamtfettgehalts ausmachen.

Pflanzliche, gesättigte Fettsäuren, z.B. aus Kokosöl, gelten als ungefährlich und sind durch die antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung gesundheitsförderlich für den menschlichen Körper. Ein weiterer Vorteil von Kokosfett ist, dass es sehr hitzebeständig ist und die Lebensmittel beim Anbraten weniger Mikronährstoffe verlieren. Zusätzlich führt nachgewiesen eine erhöhte Menge an kaltgepresstem Kokosfett zu positiven Effekten bei Alzheimer-Patienten.

Des Weiteren unterscheidet man bei ungesättigten Fettsäuren zwischen einfach- und mehrfach ungesättigte Fettsäuren.

Einfach ungesättigte Fettsäuren können vom Körper selbst gebildet werden. Sie sind nicht essentiell und müssen nicht mit der täglichen Nahrung zugeführt werden. Häufiges Vorkommen ist in Olivenöl,  Rapsöl, Mandeln, Haselnüssen oder Avocados.

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren können vom Körper entweder gar nicht oder nur in eingeschränkter Menge gebildet werden. Sie müssen regelmäßig mit der Nahrung zugeführt werden. Je nach Struktur findet eine Unterscheidung in zwei wichtige Gruppen statt, die Omega-6- und die Omega-3-Fettsäuren.

Die bekannteste Omega-6-Fettsäure ist die Linolsäure. Sie ist Hauptbestandteil von Distelöl (75%) und Sonnenblumenöl (65%) und hat eine entzündungsfördernde Eigenschaft.

Omega-3-Fettsäuren hingegen haben eine entzündungshemmende Wirkung und sind maßgeblich an der Senkung des „schlechten“ LDL-Cholesterins und an der Erhöhung des „guten“ HDL-Cholesterins beteiligt.

Allerdings muss man an der Stelle anmerken, dass das in den Omega-3-Fettsäuren beinhaltete EPA und DHA nur in der tierischen Variante, z.B. Lachs, vorkommt.

Die pflanzlichen Fettsäuren müssen erst in EPA und diese dann DHA umgewandelt werden. Der Umwandlungsprozess geht allerdings sehr schleppend vonstatten und somit wird die Effektivität durch die Umwandlung, im Vergleich zu tierischen Fettsäuren, mit unter 10 Prozent angegeben.

Leinöl und Walnüsse sind zwar qualitativ hochwertige Lebensmittel, reichen aber als alleinige Omega-3-Quelle nicht aus.

Das Verhältnis zwischen Omega-3 und Omega-6 sollte 1 zu 5 bis 1 zu 1 sein.

In unserer heutigen Wohlstandsgesellschaft liegt das Verhältnis bei bis zu 1 zu 25.

Bei diesem Missverhältnis ist die Entstehung von Krankheiten nur noch eine Frage der Zeit.

Quelle: DGE